PG Oberleichtersbach-Schondra

Das Gleichnis vom Sauerteig – Geduld für die nötigen Schritte

Brot zählt weltweit als das Grundnahrungsmittel schlechthin.

Schon morgens esse ich eine Scheibe Brot mit Erdbeermarmelade, in vielen Küchen werden Pausenbrote für die Kinder geschmiert, Brot gibt es als Beilage zur Suppe oder zu Salaten, eine knusprige Scheibe Baguette ist die perfekte Ergänzung zu jedem Grillfest. Und ist nicht die Brotzeit die schönste Zeit?
Doch häufig schenkt man dem Brot gar nicht die Aufmerksamkeit, die es verdient. Faszinierend finde ich beim Backen die Notwendigkeit der Gärung. Denn ein gutes Brot ist nicht innerhalb kurzer Zeit gebacken, es braucht mehrere Schritte und vor allem: Zeit. Der Sauerteig muss zunächst das Mehl-Wasser-Gemisch durchsäuern und so wird am Vorteig meist erst nach einer Nacht weitergearbeitet. Auch dann ruht der Teig nach dem Kneten erst nochmals in der Schüssel, dann wiederum nach dem Formen im Gärkörbchen. Und erst dann – nach stundenlanger Reifung – wird gebacken. Bereits während der Backzeit breitet sich der wohlige Brotgeruch in der ganzen Wohnung aus und der Biss in die erste noch warme Scheibe Brot ist der reine Genuss.
Das Gleichnis vom Sauerteig verstehe ich erst, seitdem ich selbst Brot backe: Das Reich Gottes kann nicht von dem einen auf den anderen Moment plötzlich da sein, sondern benötigt – wie mein Brot –Zeit. Es bedarf der Reifung und des beständigen Bearbeitens, dass es letztendlich zur vollen Entfaltung kommen kann. So wie aus dem kleinen Bisschen Sauerteig ein leckeres und sättigendes Brot wird, so wird aus dem kleinen und unauffälligen Reich Gottes durch uns Menschen mit dem Zutun Gottes etwas Großes, das er selbst letztlich vollendet.
Herr, schenke uns die Geduld, den nötigen Schritten Reifung und Zeit zu lassen und sie letztendlich in deine Hände zu legen.

Julia Beck

 

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